Was der Kaufpreis im Exposé nicht enthält
Du siehst 450.000 € im Exposé.
Du brauchst mehr, bevor du den Schlüssel in der Hand hältst.
Der Kaufpreis im Exposé ist nur ein Teil dessen, was ein Immobilienkauf in Deutschland kostet. Was dazukommt, nennt man Kaufnebenkosten. Auf eine Berliner Wohnung zu 450.000 € gerechnet, sind das:
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Grunderwerbsteuer Berlin, 6 %: 27.000 €
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Notar und Grundbuch, etwa 1,5 % bis 2 %: 7.000 € bis 9.000 €
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Maklerprovision auf Käuferseite, wenn ein Makler beteiligt ist: so, wie schriftlich vereinbart
Summe der Kaufnebenkosten: rund 36.000 €, plus Provision, wenn ein Makler beteiligt ist.
Das ist die Zahl, die viele Käufer erst spät sehen. Manche erst beim Notar. Manche erst, wenn die Finanzierung wackelt, weil die Bank den Kaufpreis finanziert, die Nebenkosten aber aus Eigenkapital kommen müssen.
Die Regel, die ich jedem Käufer im ersten Gespräch mitgebe: Rechne mit rund 8,5 % zusätzlich auf den Preis, den du im Exposé siehst, für Steuer, Notar und Grundbuch, plus einer Maklerprovision, wenn du eine schriftlich vereinbart hast. Das ist bewusst etwas mehr als die genaue Summe. Wird es weniger, bleibt der Rest bei dir.
Auf 450.000 € sind das rund 38.000 €.
Auf 600.000 € sind das rund 51.000 €.
Auf 800.000 € sind das rund 68.000 €.
Dieses Geld muss vor der Schlüsselübergabe fließen. Und es kann in den meisten Fällen nicht mitfinanziert werden.
Wenn du also überlegst, was du dir leisten kannst, ist der Kaufpreis nicht die Zahl, mit der du rechnen solltest.
Kaufpreis + 8,5 %, plus Provision.